Über den Badesalz aus der Not-Aufnahme

Eine neue Designerdroge sorgt zurzeit in den USA unter der Bevölkerung für Angst und Schrecken. Denn die Konsumenten dieser Droge rasten nicht nur aus in aller Öffentlichkeit oder zuhause, sie geraten regelrecht in einen Blutrausch. Es kam hier zu schweren Übergriffen und sogar Tötungsdelikten und Kannibalismus. Insbesondere zwei Vorfälle in Miami und in Baltimore haben unter den Amerikanern eine scharfe Debatte ausgelöst um die legal zu erhaltenen Badesalze bzw. Legal Highs allgemein. Auch die Notaufnahmen verzeichnen in den USA seit einigen Monaten eine erhöhte Anzahl von Konsumenten, die unter starken Nebenwirkungen leiden, was nicht immer heftigste Gewaltexzesse sein müssen.

Legal fast überall erhältlich

Die Badesalze, die als „Wicked“, „Goodfellas“, „Ivory Wave“ oder „Djungle Dust“ in fast jeder Drogerie in den USA erhältlich sind, und zwar für die meisten für erschwingliche 25 Dollar, sorgen auch ohne den Hang bzw. Drang zum Töten und zum Kannibalismus zu Herzrasen, zu Wahnvorstellungen, Paranoia und zu Selbstverstümmelungen. Kurzum die neuen Drogen lassen die Konsumenten regelrecht ausrasten. Polizeibeamte, die die ersten sind, die den Konsumenten und seine Opfer antreffen, beschreiben das Verhalten der Konsumenten als “wie ein wild gewordenes Tier”. Das beste Beispiel dafür ist ein Mann, der einem Obdachlosen gerade dabei war Gesicht und Kopf anzuknabbern, als die Polizei dazu kam. Das Gesicht des Opfers war bereits zum Teil zerfleischt. Der Obdachlose überlebte knapp, der Täter wurde mit mehreren Schüssen durch die Polizei niedergeschreckt. Das Gesicht des Opfers wird nun von plastischen Chirurgen behandelt. Für die Kosten von 350.000 Dollar trafen Spenden von zutiefst in der Seele getroffenen Menschen aus der ganzen USA ein. Der Täter galt zwar als psychisch gestört. Doch Experten gehen auch von einer Überdosis Legal Highs aus und hoffen auf eine abschreckende Wirkung, die dieser Fall tatsächlich in den USA hinterlassen zu scheint hat.

Extreme Gewaltbereitschaft

Doch leider ist der Fall aus Miami kein Einzelfall. Es gibt noch einen Fall von einem jungen Mann, der unter dem Einfluss von Badesalz sich selbst die Kehle halb durchgeschnitten hatte. Erschreckenderweise war dies bereits im Jahr 2010. Der junge Mann aus Louisiana erschoss sich im Übrigen nach einer Notoperation selbst. Und auch aus anderen Landesteilen der USA wird Schreckliches berichtet, wie aus West-Virginia, wo sich eine Frau den ganzen Körper blutig gekratzt hatte. Und in Pennsylvania stieg ein Mann auf einen Fahnenmast und sprang in den Tod. Seit 2010 ist aber auch die Zahl der Anruf in Sucht-Notrufe-Einrichtungen im Bezug auf Nachfragen zu „Badesalz“ in die Höhe geschnallt. Im Jahr 2010 waren es 300 Anrufe, 2013 mehr als das 20fache, nämlich 6100.

Quellennachweis:
http://www.derwesten.de/panorama/neue-badesalz-droge-laesst-menschen-voellig-ausrasten-id6731926.html