Badesalz Droge – Synthetische Cathinone

Synthetische Cathinone umfasst mehrere Substanzen, welche als pharmazeutische Wirkstoffe von Arzneimitteln verwendet werden. Die häufigsten Synthetischen Cathinone sind Mephedron und Methylon. Diese werden aber auch nicht in Reinform verkauft als Freizeit- bzw. Designerdroge, sind aber charakteristischerweise immer in Form von weißem oder braunem Pulver erhältlich. Diesen Drogen werden ähnliche Wirkungen wie Kokain, Amphetaminen und auch MDMA (besser bekannt als Ecstasy) zugeschrieben. Allerdings ist über deren genaue Pharmakologie nur wenig bekannt. Hinzu kommt, dass nicht speziell nach ihnen gesucht wird bei Razzien oder auf dem Flughafen und diese Präparate aus diesem Grund nicht unter internationaler Kontrolle stehen. Außer in Pulverform kommen Designerdrogen auch noch in Form von Tabletten, die sich dann hervorragend tarnen lassen. Neu sind diese Designerdrogen bei weitem nicht. Das erste Mal erschienen sie in den 1920er Jahren auf der Bildfläche und sorgten auch hier für unangenehme Nebenwirkungen in der Gesellschaft. Es waren vor allem die Reichen und Schönen, die diese Designerdrogen damals konsumierten. Später in den 1980er Jahren kamen sie wieder auf, nachdem viele dem Konsum von harten Drogen, die sie in den 1960er und 1970er Jahren genossen hatten, Adieu sagen wollten. Seit Mitte der 2000er Jahre tauchen diese in verschiedenen Kombinationen auf dem europäischen Markt als Freizeitdroge auf. Seit 2009/2010 ist ein signifikanter Anstieg des Konsums von synthetischen Cathinone erkennbar.

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Entwicklung

Der Trend schwappte von Großbritannien auf das europäische Festland über. 2010 mehrten sich dann die Anrufe bei der Giftnotrufzentrale in den USA und später auch in Europa. Damals kamen nämlich die Synthetische Cathinone auf, in Form der Designerdrogen, die man heute als Badesalz kennt. Verkauft werden diese legalen Drogen in Headshops und auf der Straße.

Badesalz Droge Substanzen

Es gibt inzwischen mehrere Dutzend von diesen Legal Highs, die den Experten große Sorgen machen. Grund dafür ist vor allem, dass die Drogenköche die Substanzen einfach so zusammenmischen, ohne dass es eine Inhaltsangabe gibt. Es gibt inzwischen eine Reihe von bekannte Synthetische Cathinone, die in „Badesalz“-Produkten gefunden wurden, wie 3-Fluormethcathinon (3-FMC), 4-Fluormethcathinon (4-FMC, Flephedron), aber auch Butylon, Dimethylcathinon, Ethcathinon, Ethylon sowie Mephedron (M-Cat, Meph, Meow Meow) und Methcathinon, ebenso wie Methedron, Methylon (Top Cat) und Pyrovaleron. Die Substanzen sind inzwischen zum Teil zwar verboten. Doch das Problem ist, dass immer neue Varianten auftauchen, die unbekannte Nebenwirkungen haben können im Zusammenhang. Grund dafür ist auch, dass die in „Badesalz“ enthaltenen Cathinone bisher nur wenig wissenschaftlich erforscht sind.

Wirkung der Badesalz Droge

Eine Gruppe dieser Substanzen sind die Synthetischen Cathinone, die im zentralen Nervensystem Stimulanzien auslösen. Die Synthetischen Cathinone sind strukturell ähnlich wie Amphetamine und haben ähnlich schädliche Wirkungen wie ein Amphetamin Missbrauch.
Die Wirkung der Cathinone sind vor allem stimulierend und wirken sich auf den gesamten Organismus aus. Substanzen wie MDPV beeinflussen vor alem den Dopaminstoffwechsel. Cathinone wie Methylon indeswirken sich mehr auf das Serotoninsystem aus. Allgemein erzeugen synthetische Cathinone Euphorie und Gefühle erhöhter Energie, ebenso wie eine gesteigerte Libido und Gesprächigkeit. Zu den Risiken des Konsums gehören indes Herz-Kreislaufprobleme, aber auch ein hoher Anstieg der Körpertemperatur und Nierenversagen, Krampfanfälle, Muskelspasmen, Muskelschäden und auch Gefühle wie Aggression, Halluzinationen und Wahnvorstellungen sowie schwere Paranoia und Panik-Attacken. Der Konsum von erzeugen synthetischen Cathinone kann aber auch tödlich enden. Es gibt zwar nur wenige Fälle, die aber eindeutig auf den Konsum dieser Legal Highs zurückzuführen sind.

Synthetic Cathinones – Badesalz Droge

Badesalz Droge

Synthetische Cathinone gehören zu den Medikament-Wirkstoffen bzw. synthetische Chemikalien, die allerdings in keinem Medikament zu finden sind. Das heißt es sind Wirkstoffe, die einst als Wirkstoff für Medikamente getestet wurden, dann aber nicht verwendet, weil ihre Wirkung nicht dem entsprach, was im Moment ihrer Entdeckung benötigt wurde für die Entwicklung von einem ganz bestimmten Präparat. Ihre Wirkung und auch ihre Zusammensetzung ist allerdings bekannt und veröffentlicht, so dass sie für jeden zugänglich ist. Diese synthetischen Chemikalien sind für jeden, der ein bisschen etwas von Chemie versteht, sehr leicht herzustellen und missbräuchlich zu verwenden. Designer-Drogenköche machen dies auch und verarbeiten diese Chemikalien zu “Badesalz”, einer Designerdroge, die letztlich zu den “Legal Highs” gehört, da die Substanzen nicht offiziell verboten sind. Dies ermöglicht sogar den Vertrieb der “Legal Highs” über das Internet.

Vermarktung der Badesalz Droge

Synthetische Cathinone Derivate werden dabei verwirrenderweise als “pflanzliche Nahrung” oder “Forschungschemikalien” vermarktet. Auf diese Weise entziehen sich die Dealer der staatlichen Kontrolle, alles unter dem Deckmantel der “Legal Highs”. Es gelingt zwar nach und nach einige der Substanzen zu verbieten. Doch dafür entdecken die Drogenköche immer wieder neue bzw. verwenden andere Mixturen, die dann unberechenbar werden von ihrer Wirkung her für die Konsumenten. Die Markennamen ändern sich recht schnell, so dass sogar Insider manchmal nicht wissen, was es noch auf dem Markt gibt. Ein Hinweis auf den Inhalt wird zudem auf den Päckchen und Beutelchen auch nicht gegeben.

Kaum zu entdecken

Anders als Alkohol, der mit einem einfachen Testgerät sogar gemessen werden kann vom Promille-Gehalt im Blut bzw. Atem, lassen sich Synthetische Cathinone nicht korrekt mit bestimmten Test feststellen. Auch Spürhunde sind nicht in der Lage diese Drogen aufzuspüren. Und selbst ein typischer Urintest lässt die Synthetischen Cathinone unentdeckt. Nachzuweisen sind diese nur in der Kombination von Urin- und Haarproben.

Quellennachweis:
1. http://kinesis.co.uk/synthetic-cathinones-bath-salts-detection

http://kinesis.co.uk/synthetic-cathinones-bath-salts-detection

2. http://www.emcdda.europa.eu/publications/drug-profiles/synthetic-cathinones/de

Quelle für Video:
https://www.youtube.com/watch?v=iEdMFTamc7c – Stand der Information: 15.12.2014